Juckende Arme – Ursachen erkennen & richtig handeln

Milder Juckreiz am Unterarm mit leichter Rötung und trockener Haut

Im ectocare-Ratgeber erfährst du, wie du Juckreiz an den Armen besser einordnest und sinnvoll reagierst. Oft hilft schon ein klares Prinzip: Reize reduzieren und die Hautbarriere stabilisieren, statt die Haut zusätzlich zu stressen.

Was bedeutet es, wenn die Arme jucken?

Wenn deine Arme jucken, ist das meist ein Zeichen dafür, dass deine Haut gereizt ist oder ihre Schutzbarriere geschwächt ist, zum Beispiel durch Trockenheit oder Reizstoffe. Ein Juckreiz an den Armen kann aber auch bei Hautkrankheiten oder seltener bei inneren Ursachen auftreten. Begleitzeichen helfen dir, grob einzuordnen, was dahinterstecken kann.

Juckreiz ist insgesamt sehr häufig und reicht in der Bedeutung von „lästig, aber harmlos“ bis „sollte man genauer anschauen“. Chronischer Juckreiz betrifft in Deutschland etwa 14% der Menschen, und in Hautarztpraxen berichtet ungefähr ein Drittel der Patientinnen und Patienten über Juckreiz[1]. Der DAAB, Deutscher Allergie- und Asthmabund, betont, dass chronischer Juckreiz häufig bei Hautkrankheiten auftritt, aber auch auf innere Ursachen wie Diabetes sowie Leber- oder Nierenprobleme hinweisen kann[2].

Damit du deinen Juckreiz an den Armen grob einordnen kannst, helfen typische Begleitzeichen:

  • Trockenheit/Spannungsgefühl: oft nach Duschen, im Winter oder bei Heizungsluft
  • Rötung: Hinweis auf Reizung oder Entzündung der Haut
  • Quaddeln (erhabene, „geschwollene“ Stellen): sprechen eher für eine urtikarielle Reaktion
  • Brennen: passt häufig zu irritativer Reizung, zum Beispiel durch Reibung oder aggressive Produkte
  • Schuppung/raue Stellen: häufig bei trockener, gereizter oder ekzematöser Haut
  • Nässen/Krusten: Hinweis auf stärkere Entzündung oder aufgekratzte Haut

Wichtig ist außerdem der Juck-Kratz-Zyklus: Kratzen entlastet kurz, weil es die Juckreiz-Wahrnehmung überlagert. Gleichzeitig reizt es die Hautbarriere weiter und kann die Entzündung verstärken. Dadurch juckt es oft erneut, manchmal sogar stärker.

Warum jucken meine Arme?

Infografik: Sofortmaßnahmen bei juckenden Armen mit Kühlen und Triggerpause

Wenn deine Arme jucken, stecken sehr häufig Alltagsauslöser dahinter, zum Beispiel trockene Haut, kalte Luft und Heizungsluft, heißes Duschen oder Reibung durch Kleidung und Schweiß. Auch Kontaktreaktionen auf Kosmetik, Waschmittel oder Duftstoffe sind typisch. Zusätzlich können Insektenstiche, Sonne oder Pflanzenkontakt die Haut kurzfristig reizen.

Häufige Alltagsauslöser

Nahaufnahme trockener, leicht schuppender Haut am Unterarm mit Juckreiz

Viele Menschen unterschätzen, wie „normal“ trockene Haut als Juckreiz-Treiber ist. In einer deutschen Untersuchung mit 48.630 Beschäftigten wurde bei 29,4% trockene Haut festgestellt, und ältere Personen waren häufiger betroffen[3]. Typische Verstärker sind:- Kälte und Heizungsluft, die die Haut austrocknen
- heißes, langes Duschen oder sehr häufiges Waschen
- Reibung am Unterarm, zum Beispiel durch enge Ärmel oder Rucksackriemen
- Schweiß, der Salz und Wärme auf der Haut „stehen lässt“

Kontaktreaktionen: irritativ oder eher allergisch?

Kontaktreaktionen entstehen entweder durch Irritation (die Haut wird „überfordert“) oder durch eine Allergie (das Immunsystem reagiert auf einen Stoff). Grob zur Orientierung, ohne dass das eine Diagnose ersetzt:- Eher irritativ: Brennen, Trockenheit, raues Hautgefühl, Verschlechterung direkt nach Kontakt
- Eher allergisch: juckender Ausschlag nach Kontakt, manchmal mit klarer zeitlicher Verzögerung

Auslöser können zum Beispiel neue Cremes, Duftstoffe, Waschmittel, Weichspüler, bestimmte Textilien oder Metalle sein. „\"Manchmal haben Ausschläge harmlose Auslöser wie ein kratzender Pullover oder eine neue Creme; dann reicht oft Wechseln, aber auch Insektenstiche sind ein häufiger Grund\", rät Prof. Dr. Kreuter.“[4]

Umwelt und Outdoor-Trigger

Juckende Quaddeln (Urtikaria) am Unterarm, flach erhaben und blassrosa

Kurzfristige Reizfaktoren sind außerdem:- Insektenstiche (lokal begrenzt, oft punktförmig)
- Sonne (Sonnenbrand oder Lichtreaktion)
- Pflanzenkontakt (zum Beispiel bei Gartenarbeit oder Outdoor-Sport)

Tabelle: Typische Auslöser, Hinweise und dein nächster Schritt

Möglicher Auslöser Typische Hinweise am Arm Erster nächster Schritt
Heizungsluft im Winter Spannungsgefühl, feine Schuppung, Jucken beidseits 7 Tage beobachten, Duschen kurz halten, Reizquellen reduzieren
Heißes Duschen (z. B. > 38 °C) Juckreiz direkt nach dem Duschen, trockene „knisternde“ Haut Wassertemperatur senken, Dauer auf ca. 5–10 Minuten reduzieren
Reibung durch Kleidung Jucken entlang Ärmelnaht oder Unterarm, ggf. Rötung Stoff wechseln, lockerer Sitz, Reibungspunkte meiden
Schweiß beim Sport Jucken bei Wärme, ggf. Brennen, besonders in Armbeugen Schweiß zeitnah abspülen, Kleidung wechseln
Neue Creme/Bodylotion Juckender Ausschlag nach erstmaligem Auftragen, klarer Zusammenhang Produkt pausieren, Inhaltsstoffliste notieren
Waschmittel/Weichspüler Jucken an Kontaktflächen, oft nach Wäschewechsel Duftstoffarmes Waschmittel testen, Weichspüler weglassen
Synthetische Textilien/Wolle Kratzen, Brennen, schnelle Reizung Baumwolle/atmungsaktive Stoffe ausprobieren
Insektenstich Einzelne Stelle, Punkt in der Mitte, lokale Schwellung Kühlen, Verlauf 24–48 h beobachten
Sonne/UV Rötung, Wärmegefühl, später Juckreiz Sonne meiden, Haut beruhigen, Schutz für die nächsten Tage erhöhen

Welche Krankheiten lösen Armjucken aus?

Armjucken kann durch verschiedene Hautkrankheiten ausgelöst werden, zum Beispiel durch Ekzeme wie Neurodermitis, durch Nesselsucht mit Quaddeln, durch Schuppenflechte oder auch durch Krätze als seltenere Differenzialdiagnose. Seltener kommen systemische oder neurologische Ursachen infrage, etwa Stoffwechsel- oder Schilddrüsenthemen. Bestimmte Muster und Begleitzeichen machen eine Abklärung wahrscheinlicher.

Juckreiz ist bei Hautkrankheiten sehr häufig: Etwa 50% der Patientinnen und Patienten mit primären dermatologischen Diagnosen berichten über Juckreiz, und 25% berichten über starken Juckreiz[5].

Häufige Hautkrankheits-Gruppen (Überblick)

Laut Dr. Jessica Roth, Ärztin, ist Nesselsucht eine häufige Hauterkrankung mit stark juckenden Quaddeln, und manchmal treten auch tiefere Schwellungen (Angioödeme) auf[6]. Weitere wichtige Gruppen sind:

Tabelle: Krankheitsgruppe, typische Hautzeichen, typischer Verlauf/Trigger

Krankheitsgruppe Typische Hautzeichen am Arm Typischer Verlauf/Trigger (ohne Therapie)
Ekzem/atopische Dermatitis (Neurodermitis) trockene, raue Areale, Rötung, teils Kratzspuren, oft Armbeugen oft schubweise, häufig Verschlechterung durch Reizung, Trockenheit, Stress
Urtikaria (Nesselsucht) juckende Quaddeln, die kommen und gehen einzelne Stellen meist < 24 h, „wandert“ oft
Psoriasis (Schuppenflechte) scharf begrenzte, schuppende Plaques, oft an Streckseiten wie Ellbogen häufig chronisch, kann sich an Reibungspunkten zeigen
Krätze (Scabies) als Differenzialdiagnose starker Juckreiz, teils kleine Papeln, typische Stellen je nach Befall Juckreiz oft nachts, Ansteckungskontext kann auffallen

Seltener: systemische oder neurologische Ursachen (nur als Überblick)

Neben Hautthemen kommen manchmal auch Stoffwechsel- oder Schilddrüsenthemen, Nierenprobleme, Diabetes oder Nervenreizungen als Hintergrund infrage. Auch neue Medikamente können zeitlich auffallen.

Muster, die eher in Richtung Abklärung weisen (ohne Red-Flags-Liste)

  • Generalisierter Juckreiz statt nur an den Armen
  • Deutlich stärkerer Juckreiz nachts über längere Zeit
  • Allgemeinsymptome zusätzlich zum Juckreiz
  • Neuer Start nach Medikamentenwechsel oder neuer Dauermedikation

Warum jucken die Arme ohne Ausschlag?

Wenn deine Arme ohne sichtbaren Ausschlag jucken, steckt oft sehr trockene Haut dahinter, die man nicht immer sofort erkennt. Auch Nervenreizung, Stress oder bestimmte Medikamente können Juckreiz auslösen, ohne dass du anfangs etwas siehst. „Ohne Ausschlag“ heißt außerdem nicht, dass nichts vorliegt, denn manche Ekzeme starten subtil.

Ein wichtiger Punkt zur Einordnung: Bei chronischem Juckreiz bleibt in bis zu 11% der Fälle die Ursache unklar, und neuropathische, systemische oder psychogene Ursachen können auch ohne sichtbaren Ausschlag vorkommen[7]. Das bedeutet nicht, dass „nichts“ ist, sondern dass Musterbeobachtung besonders hilfreich wird.

Worauf du achten kannst

  • Beidseitig oder einseitig: Einseitigkeit kann eher zu Reizung durch Kontakt, Reibung oder Nervenbeteiligung passen.
  • Nachts oder tagsüber: Nachts fällt Juckreiz oft stärker auf, weil Wärme und Reibung im Bett mitwirken können.
  • Nach Duschen oder Schwitzen: spricht eher für Trockenheit oder Irritation.
  • Saisonal (Winter/Sommer): Winter spricht häufig für Trockenheit, Sommer eher für Schweiß und Sonne.

7-Tage-Trigger-Tagebuch: Checkliste

  • Tag/Uhrzeit: z. B. „Mo, 22:30“
  • Ort am Arm: z. B. „Unterarm außen rechts“ oder „beide Armbeugen“
  • Intensität (0–10): z. B. „7/10“
  • Hautgefühl: trocken, rau, brennend, warm, gespannt
  • Direkte Auslöser: Dusche (Temperatur), Sport/Schweiß, Sonne, Kälte, neue Kleidung
  • Neue Produkte: Creme, Duschgel, Waschmittel, Weichspüler (Name notieren)
  • Stress/Schlaf: Stresslevel (0–10), Schlafunterbrechungen ja/nein
  • Medikamente: neu begonnen, Dosis geändert, Einnahmezeit

Welcher Mangel kann Armjucken auslösen?

Ein Mangelzustand ist als Ursache für juckende Arme eher seltener, kann aber vorkommen, zum Beispiel bei Eisenmangel oder bestimmten Vitaminmängeln. Oft gibt es dann zusätzliche Hinweise wie Müdigkeit oder blasse Haut. Wichtig ist, dass du Juckreiz nicht nur mit Nahrungsergänzung „wegbehandeln“ willst, sondern die Gesamtsituation sinnvoll einordnest.

Als Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang: In einer Studie berichteten 13,6% der Männer mit Eisenmangelanämie über Juckreiz[5]. Das ist kein Beweis, dass ein Mangel die Ursache ist, aber ein Baustein in der Einordnung.

Mögliche Mangel-Hinweise am Körper

  • Häufig unspezifisch: Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall
  • Eher typisch (als Orientierung): blasse Haut, brüchige Nägel, Haarausfall, wiederkehrende Mundwinkelrisse

Grenzen von Selbstmedikation

Symptome sind oft unscharf. Nahrungsergänzungen „auf Verdacht“ können zudem zu Überdosierungen oder Wechselwirkungen beitragen. Sinnvoller ist es, den Kontext zu dokumentieren, damit später gezielt geschaut werden kann, ob ein Mangel plausibel ist.

Was du dokumentieren kannst

  • Ernährung (z. B. vegetarisch/vegan, sehr einseitig)
  • häufige Blutspenden
  • starke Monatsblutungen
  • Medikamente (neu, geändert, dauerhaft)
  • Verlauf des Juckreizes (Beginn, Häufung, Tageszeit)

Welche Rolle spielt die Leber bei Armjucken?

Die Leber kann bei Juckreiz eine Rolle spielen, wenn der Gallefluss gestört ist, denn dann können sich Stoffe im Körper anreichern, die Juckreiz triggern. Dieser Juckreiz ist oft eher am ganzen Körper spürbar und kann besonders an Handflächen und Fußsohlen auffallen, aber er kann auch an den Armen wahrgenommen werden. Begleitsymptome geben wichtige Hinweise.

Bei bestimmten cholestatischen Erkrankungen ist Juckreiz sehr häufig: Bei etwa 80% der Menschen mit primärer biliärer Cholangitis oder primärer sklerosierender Cholangitis ist Juckreiz ein vorherrschendes Symptom (https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Pruritus-Chronischen-Juckreiz-richtig-behandeln-,juckreiz118.html). Das bedeutet aber nicht, dass Armjucken typischerweise „von der Leber kommt“. Entscheidend ist die Kombination aus Verteilung und Begleitzeichen.

Typisch ist eher, dass der Juckreiz nicht nur lokal an einer Stelle bleibt, sondern sich ausbreitet oder generalisiert. Häufig fallen auch Handflächen und Fußsohlen auf, und Schlaf kann durch den Juckreiz gestört sein.

Tabelle: Hinweiszeichen, mögliche Bedeutung, was du notieren kannst

Hinweiszeichen Was es bedeuten kann Was du beobachten und notieren kannst
Generalisierter Juckreiz (ganzer Körper) spricht eher für systemische Beteiligung als für lokalen Kontakttrigger Beginn (Datum), Tageszeit, ob Beine/Rumpf mitbetroffen sind
Juckreiz besonders an Handflächen/Fußsohlen Muster, das bei cholestatischem Juckreiz beschrieben wird ob Handflächen/Fußsohlen stärker betroffen sind als Unterarme
Dunkler Urin Hinweis auf veränderten Galle- oder Bilirubinstoffwechsel Farbe (z. B. „colaartig“), seit wann, konstant oder schwankend
Heller Stuhl Hinweis auf verminderten Galleanteil im Darm Stuhlfarbe über mehrere Tage, parallel zu Juckreiz?
Gelbfärbung von Haut oder Augen mögliches Zeichen von Ikterus (Gelbsucht) Zeitpunkt, Fotos bei Tageslicht, Begleitsymptome
Oberbauchbeschwerden kann mit Leber/Galle zusammenhängen Ort (rechter Oberbauch), Auslöser (fettiges Essen), Dauer

Was tun bei juckenden Armen – was hilft sofort?

Wenn deine Arme akut jucken, helfen oft schnelle Reizbremsen wie Kühlen, kurze lauwarme Duschen und eine milde Reinigung, damit du die Haut nicht zusätzlich stresst. Entscheidend ist, den Juckreiz nicht durch Kratzen weiter anzuheizen, sondern die Hautbarriere zu beruhigen und zu stabilisieren. Welche Pflege passt, hängt davon ab, ob deine Haut eher trocken, entzündet oder kontaktgereizt wirkt.

Sofortmaßnahmen in sinnvoller Reihenfolge

  1. Kühlen: Dr. Susan Massick, Dermatologin, beschreibt als konkrete Orientierung, ein kühles, feuchtes Tuch für etwa 5 bis 10 Minuten auf die juckende Stelle zu legen, bis der Juckreiz nachlässt[9].
  2. Mechanische Alternative zu Kratzen: lieber fest auflegen, sanft drücken oder leicht klopfen, statt mit den Nägeln zu kratzen.
  3. Kurz und lauwarm duschen: Hitze entzieht Fette und kann Juckreiz verstärken.
  4. Mild reinigen: wenig Produkt, möglichst reizarm, nicht „quietschsauber“ schrubben.
  5. Triggerpause: wenn du einen Verdacht hast (neues Produkt, neues Waschmittel, neue Kleidung), pausiere es für einige Tage und beobachte den Verlauf.

Mini-Entscheidungshilfe: Wie wirkt deine Haut gerade?

Eindruck Typische Merkmale Pflegeschwerpunkt (allgemein)
Eher trocken Spannungsgefühl, feine Schuppen, rau rückfettend, regelmäßig, reizarm
Eher entzündet deutlich gerötet, warm, teils wund, stärkeres Brennen beruhigend, sehr mild, Fokus auf Barriere und Reizschutz
Eher Kontaktreiz zeitlicher Zusammenhang zu Produkt/Kleidung, lokal begrenzt Kontaktpause, Inhaltsstoffe notieren, Barriere entlasten

Von Barrierepflege zur konkreten Umsetzung

Wenn das Armjucken durch trockene, gereizte oder entzündliche Haut mitgetrieben ist, ist der wirksamste Hebel oft, die Barriere konsequent zu stabilisieren und Reize zu reduzieren. Eine Option, die genau auf diesen Schutzmechanismus zielt, ist eine steroidfreie Barrierepflege.

Wenn dein Armjucken durch trockene, gereizte oder entzündliche Haut mitgetrieben ist, ist der wirksamste Hebel meist ein Prinzip: die Hautbarriere zu stabilisieren, statt sie weiter zu reizen. Genau hier setzt medEctoin® an. Der Wirkstoff stabilisiert die Barriere physikalisch, sodass Reize schwerer eindringen und die Entzündungskaskade am Ursprung gebremst wird. Viele Betroffene empfinden das wie ein Schutzschild für die Haut, weil Juckreiz und Spannungsgefühl oft nachlassen, wenn die Haut wieder besser „abschirmt“. Der Fokus liegt auf steroidfreier Kontrolle, die du als Routine nutzen kannst, statt nur auf den nächsten Schub zu reagieren. ectocare nutzt medEctoin® als barrierestabilisierenden Ansatz für empfindliche, zu Entzündung neigende Haut.

Wenn der Juckreiz sehr stark ist, rasch zunimmt, nässt, sich ausbreitet oder du Fieber oder allgemeine Krankheitszeichen bemerkst, lass das ärztlich abklären. Nutze neue Produkte bei sehr empfindlicher Haut am besten zunächst auf einer kleinen Stelle.

Wie kann ich juckenden Armen vorbeugen?

Du kannst juckenden Armen oft vorbeugen, indem du deine Hautbarriere im Alltag möglichst konstant schützt. Dazu gehören hautschonende Wasch und Duschgewohnheiten, weniger Reibung, passende Kleidung und ein Umgang mit trockener Luft, der die Haut nicht austrocknet. Zusätzlich hilft es, wiederkehrende Reizquellen wie Duftstoffe oder aggressive Waschmittel systematisch zu reduzieren.

Checkliste: Präventionsroutine nach Situation

Situation 3 bis 5 konkrete Punkte
Winter (Kälte/Heizung) 5–10 Minuten lauwarm duschen, direkt danach eincremen, Kleidung in weichen Schichten, Reibung an Unterarmen minimieren, Raumluft nicht „knochentrocken“ werden lassen
Sommer (Hitze/Schweiß) atmungsaktive Kleidung, Schweiß zeitnah abduschen, Sonne meiden wenn gereizt, Sonnenschutz regelmäßig erneuern, nach Outdoor-Kontakt Haut abspülen
Sport Funktionskleidung wechseln, Reibungsstellen (Ärmelbündchen) prüfen, nach dem Training kurz duschen, danach barrierefreundlich pflegen
Nach dem Duschen nur sanft abtupfen, nicht rubbeln, Pflege innerhalb von wenigen Minuten auftragen, Duftstoffe meiden, neue Produkte einzeln testen

Wann sollte ich mit Armjucken zum Arzt?

Du solltest Armjucken ärztlich abklären lassen, wenn es stark ist, länger anhält, ohne klaren Auslöser auftritt oder dich nachts regelmäßig wach hält. Auch wenn die Haut deutlich entzündet ist, nässt, schnell neue Stellen dazukommen oder Fieber auftritt, ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll. Notiere dir vor dem Termin Verlauf, Trigger und neue Produkte.

„Nicht jeder Juckreiz muss sofort ärztlich untersucht werden; die meisten Fälle haben keine bedenkliche Ursache. Die Informationen helfen einzuschätzen, wann ein Arzt nötig ist und was bei der Untersuchung erwartet werden kann.“, so das MSD Manuals Redaktion / Editorial Team[10].

Red Flags: Dann ist eine zeitnahe Abklärung sinnvoll

  • Sehr starker Juckreiz oder rasche Verschlimmerung
  • Anhaltender Juckreiz ohne nachvollziehbaren Auslöser
  • Nächtliche Verschlimmerung, die dich regelmäßig wach hält
  • Starke Entzündung, Nässen oder Krustenbildung
  • Fieber oder deutliche Allgemeinsymptome
  • Rasche Ausbreitung auf neue Körperstellen

Warnzeichen, die eher an systemische Ursachen denken lassen

  • Gelbfärbung von Haut oder Augen
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Generalisierter Juckreiz (nicht nur an den Armen)

Welche Fachrichtungen sind typisch?

  • Hausarztpraxis als erste Anlaufstelle für Einordnung und Basisdiagnostik
  • Dermatologie, wenn die Haut im Vordergrund steht oder der Verlauf unklar bleibt

Mini-Checkliste: Was du für den Termin vorbereitest

  • Beginn und Verlauf (Datum, Häufigkeit, Tageszeit)
  • betroffene Stellen (z. B. Unterarm außen, Armbeugen, beidseits)
  • Liste neuer Produkte (Creme, Duschgel, Waschmittel, Weichspüler)
  • Medikamentenliste (inklusive Startdatum und Dosisänderungen)
  • Fotos bei wechselnden Hautzeichen (bei Tageslicht, mit Abstand und Nahaufnahme)

Quellen

  1. gesund.bund.de: Chronischer Juckreiz Pruritus
  2. daab.de: Neue Hoffnung Bei Chronischem Juckreiz
  3. allergieinformationsdienst.de: Trockene Haut Weit Verbreitet
  4. helios-gesundheit.de: Hautausschlag
  5. pmc.ncbi.nlm.nih.gov: PMC8678917
  6. apotheken-umschau.de: Nesselsucht Urtikaria Symptome Ursachen Therapie 742617
  7. pmc.ncbi.nlm.nih.gov: PMC6828892
  8. ndr.de: Pruritus Chronischen Juckreiz Richtig Behandeln
  9. aad.org: Stop Itchy Skin In Its Tracks
  10. msdmanuals.com: Juckreiz

FAQ

Warum jucken meine Arme vor allem abends oder nachts?
Kann Stress juckende Arme auslösen, auch wenn man nichts sieht?
Kann Sonnenbrand oder UV-Licht Armjucken verursachen, ohne dass es stark rot ist?
Welche Kleidung hilft, wenn meine Arme schnell jucken?
Ist Armjucken ansteckend, auch wenn ich keinen Ausschlag sehe?
Warum jucken meine Arme nach dem Duschen besonders stark?
Welche Rolle spielt Bettwäsche und Waschmittel, wenn vor allem die Unterarme jucken?

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Lena Hofmann

Lena Hofmann

Lena Hofmann verbindet kosmetische Hautpflege-Expertise mit medizinischer Redaktion. Ihre Themen sind trockene Haut, Juckreiz, Hautirritationen, Kopfhautpflege und allgemeine Hautgesundheit – auch bei Babys und Kindern. Ihr Fokus liegt auf praxisnahen, gut verträglichen Pflegestrategien für empfindliche und gereizte Haut im Alltag.

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