Im ectocare-Ratgeber erfährst du, woran du ein nummuläres Ekzem erkennst und warum bei kreisförmigen Flecken oft ein Prinzip am meisten bringt: die Haut so zu stabilisieren, dass Reize schlechter eindringen und Schübe weniger leicht eskalieren.
Woran erkenne ich ein nummuläres Ekzem?
Ein nummuläres Ekzem erkennst du meist an münz- oder kreisförmigen, deutlich begrenzten Flecken, die trocken und schuppig sein können, aber auch nässen. Oft jucken die Herde und treten schubweise auf. Wenn du kreisförmig trockene Haut bemerkst, sitzt sie häufig an Armen, Beinen oder am Rumpf und kann wieder abheilen und erneut aufflammen.
So kann es aussehen und sich anfühlen

Typisch sind runde bis ovale „Inseln“ auf der Haut, die klar vom Umfeld abgesetzt wirken. In einer Phase sind sie eher trocken, rau und schuppig. In einer anderen Phase können sie stärker gerötet sein, nässen oder verkrusten, besonders wenn du gekratzt hast.
Viele beschreiben zusätzlich:
- Spannungsgefühl (wie „zu enge“ Haut)
- Brennen oder Stechen, vor allem nach Wasser, Seife oder Schwitzen
- Juckreiz, teils schubweise stärker
- Krusten als Folge von Nässen oder Kratzen
Typische Stellen und Verlauf
Häufig treten die Herde an Armen, Beinen und am Rumpf auf. Es können einzelne oder mehrere Flecken gleichzeitig entstehen. Der Verlauf ist oft schubweise, also mit Phasen der Besserung und erneuten Aufflammens.
Als Orientierungswissen: Das nummuläre Ekzem tritt häufiger bei Männern über 50 Jahren auf, kommt bei Frauen seltener vor und zeigt sich dann eher im Teenager- oder jungen Erwachsenenalter; auch Kinder können betroffen sein[1]. Alter und Geschlecht verschieben also eher Wahrscheinlichkeiten, sie ersetzen nicht die Einordnung nach Aussehen und Verlauf.
Ohne Fotos: trockenes Hautareal oder „münzförmiger Herd“?
Wenn du nach „Bildern eines nummulären Ekzems“ suchst, wirken viele Flecken sehr ähnlich. Für die erste Orientierung helfen dir stattdessen diese Merkmale im Alltag:
Typisch für ein nummuläres Ekzem
- klar begrenzter Rand, oft wie „aufgemalt“
- münzförmige oder ovale Insel(n) statt großflächig gleichmäßiger Trockenheit
- Juckreiz und Entzündungszeichen wie Rötung
- wiederkehrende Schübe an ähnlichen Stellen
Eher untypisch
- nur diffuse Trockenheit ohne klaren Herd
- dauerhaft gleiches Bild ohne Schubcharakter
- ausschließlich punktförmige Mini-Flecken ohne „Münz“-Charakter
Mini-Checkliste: das solltest du dir notieren

- Größe (z.B. 2 cm, 5 cm, handtellergroß)
- Rand (scharf begrenzt oder auslaufend)
- Oberfläche (trocken-schuppig, feucht-nässend, krustig)
- Juckreiz (0–10, tagsüber oder nachts)
- Verlauf über Tage (neu, größer werdend, abheilend, wiederkehrend)
Nummuläres Ekzem oder Pilz – was ist es?

Kreisförmige Flecken können sowohl zu einem nummulären Ekzem als auch zu einer Pilzinfektion wie Ringelflechte passen. Grob spricht ein gleichmäßig entzündeter, trockener bis nässender Herd eher für ein Ekzem, während eine randbetonte Ausbreitung mit schuppigem Ring und relativ ruhigerer Mitte eher zu Pilz passt. Eine sichere Unterscheidung nur per Blick ist aber oft schwierig.
Grobe Hinweise: eher Ekzem, eher Pilz
Eher Ekzem
- flächig entzündet, nicht nur am Rand
- trocken-schuppig, manchmal auch nässend
- oft insgesamt eher trockene, empfindliche Haut
- kommt schubweise wieder
Eher Pilz (Ringelflechte, Tinea corporis)
- ringförmiger Rand, der stärker schuppt
- Herd wirkt, als würde er nach außen wandern
- Mitte wirkt relativ ruhiger oder heller
- Kontext kann passen (z.B. gemeinschaftlich genutzte Matten oder enger Kontakt zu Tieren), ist aber allein kein Beweis
Kurz-Abgrenzung in je einem Satz
- Neurodermitis (atopische Dermatitis): eher Beugen, oft atopische Vorgeschichte, häufig großflächiger als „Münzen“.
- Psoriasis (Schuppenflechte): oft dickere, fest haftende Schuppen und typische Stellen wie Ellenbogen, Knie, unterer Rücken.
- Kontaktdermatitis: oft klarer Bezug zu einem Kontakt am Ort, z.B. Metall, Duftstoff, Handschuhe, Pflaster.
Entscheidungsbaum: Ekzem oder Pilz? (Ja/Nein-Orientierung)
- Ist der Fleck am Rand deutlich stärker gerötet oder schuppig als in der Mitte und wird er nach außen größer? Wenn ja, spricht das eher für Pilz; wenn nein, eher für Ekzem.
- Wirkt die Mitte im Vergleich zum Rand deutlich ruhiger oder heller? Wenn ja, eher Pilz; wenn nein, eher Ekzem.
- Gibt es mehrere neue Stellen an wechselnden Körperregionen, obwohl du konsequent pflegst, und das Muster wirkt „wandernd“? Wenn ja, eher Pilz oder Mischbild; wenn nein, eher Ekzem-Schubmuster.
- Sind mehrere Haushaltsmitglieder zeitnah mit ähnlichen ringförmigen Flecken betroffen? Wenn ja, eher Pilz; wenn nein, eher Ekzem.
- Hast du bereits mit einer stark entzündungshemmenden Creme experimentiert und der Ring wird größer oder deutlicher randbetont? Wenn ja, eher Pilz und Selbstbehandlung ist riskant; wenn nein, Einordnung bleibt offen.
Handlung am Ende
- Eher Ekzem: Fokus auf Pflege und Verlauf beobachten, Trigger im Alltag im Blick behalten.
- Eher Pilz: nicht mit entzündungshemmenden Cremes „herumprobieren“, sondern gezielt klären lassen und erst nach gesicherter Diagnose passend behandeln.
Vergleichsmatrix: nummuläres Ekzem vs. Pilz vs. Psoriasis vs. Kontaktdermatitis
| Erkrankung | Typische Form (Rand/Mitte) | Schuppung/Nässen | Juckreiz | Typische Stellen | Ansteckend | Typische Fehler |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nummuläres Ekzem | münzförmig, oft gleichmäßiger Herd ohne „wandernden“ Ring | trocken-schuppig, kann nässend/krustig werden | häufig deutlich | Unterschenkel, Unterarme, Handrücken, Rumpf | nein | nur punktuell pflegen, Schubphase (trocken vs. nässend) nicht beachten |
| Ringelflechte (Tinea corporis) | randbetonter Ring, Mitte oft ruhiger, wächst nach außen | häufig schuppiger Rand, Nässen eher untypisch | variabel, oft moderat | überall möglich, oft exponierte Areale | ja | Pilz mit Steroid „beruhigen“ und damit verschleiern oder verschlimmern |
| Psoriasis | eher scharf begrenzte Plaques, oft symmetrisch, nicht „münzartig“ | dickere, festere Schuppen, Nässen untypisch | oft weniger als bei Ekzem, aber möglich | Ellenbogen, Knie, Kopfhaut, unterer Rücken | nein | Ekzem-Pflege allein erwarten, obwohl Plaques sehr fest schuppen |
| Kontaktdermatitis | Form folgt oft dem Kontaktareal (z.B. Band, Pflaster, Schmuck) | kann schuppig oder nässend sein, je nach Akutheit | häufig, oft brennend | Hände, Handgelenke, Ohrläppchen, Stellen unter Kleidung/Metall | nein | Auslöser bleibt bestehen, obwohl die Stelle immer wieder aufflammt |
Was ist ein nummuläres Ekzem?
Ein nummuläres Ekzem ist eine Ekzemform mit typischerweise münzförmigen Entzündungsherden auf der Haut. Dabei ist die Hautbarriere oft gestört, die Haut reagiert leichter auf Reize und es kann zu Juckreiz, Rötung und Schuppung kommen. Der Begriff bedeutet nicht automatisch, dass es ansteckend ist, und er ist nicht dasselbe wie ein Hautpilz.
Kurzbox: Begriffe schnell geklärt
- Nummulär: heißt „münzförmig“, beschreibt die Form der Herde.
- Ekzem: entzündliche Reaktion der Haut mit Rötung, Juckreiz und Schuppung oder Nässen.
- Hautbarriere: die „Schutzschicht“ der Haut, die Wasser in der Haut hält und Reize draußen.
- Nicht automatisch ansteckend: Kreisform ist nur ein Muster, kein Beweis für Pilz.
Schübe können kommen und gehen. Das ist typisch für viele Ekzemformen und erklärt, warum Flecken zwischendurch abheilen und später wieder aufflammen können.
Woher kommt ein nummuläres Ekzem?
Die Ursache für ein nummuläres Ekzem ist nicht eindeutig geklärt, meist spielen aber eine trockene, empfindliche Haut und eine geschwächte Hautbarriere zusammen mit Triggern aus dem Alltag eine Rolle. Häufige Auslöser sind Kälte, trockene Luft, reizende Seifen, häufiges heißes Duschen oder Baden und Kratzen. Dadurch kann ein Entzündungsschub leichter entstehen und länger anhalten.
Risikoprofil und typische Trigger im Alltag
Wenn deine Haut von Natur aus trocken ist oder durch Routine austrocknet, wird sie durchlässiger. Dann reichen kleine Reize schneller für einen Schub, zum Beispiel:
- Winterluft und Heizungsluft
- heißes, langes Duschen oder Baden
- stark schäumende, parfümierte Reinigungsprodukte
- Reibung durch kratzige Kleidung
- Stress oder Infekte als „Mit-Anschieber“ eines Schubs
Warum Schübe sich selbst verstärken können
Bei Barriere-Stress kann leichter Entzündung entstehen. Entzündung juckt. Juckreiz führt häufiger zu Kratzen. Kratzen verletzt die Haut zusätzlich. So kann ein Kreislauf entstehen, in dem ein Herd länger aktiv bleibt.
Seltener diskutierte Mitfaktoren, sauber eingeordnet
Die Bandbreite möglicher Mitspieler ist groß. „Die genaue Ursache der nummulären Dermatitis (eine Hauterkrankung mit münzförmigen Hautveränderungen) ist unbekannt. Es werden viele Faktoren vermutet, darunter trockene Haut, Kontaktallergien gegen Metalle, verminderte Fettproduktion in der Haut, Reaktionen auf Umweltallergene in der Luft, Besiedelung der Haut mit Staphylokokken (bestimmte Bakterien), die Verwendung von reizenden und austrocknenden Seifen, häufiges Baden mit heißem Wasser, Umgebungen mit niedriger Luftfeuchtigkeit, Hautverletzungen (Koebner-Phänomen: Hautveränderungen an Stellen von Verletzungen), Kontakt mit rauen Stoffen wie Wolle, Brustimplantate und bestimmte Medikamente (z. B. antivirale Mittel, Interferon, Isotretinoin, Retinoide, Guselkumab, Ribavirin und Gold).“ (NCBI Bookshelf (StatPearls))[2]
Wichtig ist die Einordnung: Solche Faktoren können eine Rolle spielen, aber im Alltag sind oft die „Basics“ wie Trockenheit, Wasser, Seife und Reibung die häufigsten Hebel.
Tabelle: Trigger und warum sie häufig Schübe anstoßen
| Risikofaktor/Trigger | Warum es triggert | Typisches Alltagsszenario |
|---|---|---|
| Heißes Duschen (10–15 Minuten) | löst Hautfette an, Barriere wird durchlässiger | tägliche lange Dusche nach Sport |
| Niedrige Luftfeuchtigkeit (Winter, Heizung) | Haut verliert mehr Wasser, wird rissig | Schlafzimmer mit trockener Heizungsluft |
| Reizende Seifen/Waschmittel | Tenside entfetten, Duftstoffe reizen | häufiges Händewaschen mit starkem Duft-Seifenspender |
| Reibung durch Wolle oder raue Stoffe | Mikroverletzungen, mehr Juckreiz | Wollpullover direkt auf der Haut |
| Kratzen | mechanische Hautschädigung, Entzündung bleibt aktiv | Juckreiz abends im Bett, unbewusstes Kratzen |
Welche Mängel können eine Rolle spielen?
Bei Ekzemen wird oft über Vitamine und Mineralstoffe gesprochen, aber ein einzelner Mangel ist selten die alleinige Ursache. Sinnvoll ist eher die Einordnung: Wenn du wiederkehrende oder ausgeprägte Beschwerden hast, können Faktoren wie Vitamin D, Zink oder essentielle Fettsäuren als Mitspieler diskutiert werden. Entscheidend ist, keine vorschnellen Selbstexperimente als Ersatz für Hautpflege und Entzündungskontrolle zu sehen.
Mangel oder Mitfaktor?
Die Haut reagiert bei Ekzemen meist wegen Barriere-Stress und Entzündungsbereitschaft. Nährstoffe können dabei Einfluss auf Hautfunktion und Immunsystem haben, sind aber selten der „eine Schalter“, der alles erklärt.
Häufig diskutierte Nährstoffe, neutral eingeordnet
| Nährstoff | Mögliche Rolle für Hautfunktion | Typische Gründe für niedrigere Werte |
|---|---|---|
| Vitamin D | beteiligt an Immunregulation und Barriereprozessen | wenig Sonne im Winter, viel Indoor-Alltag |
| Zink | wichtig für Wundheilung und Hautstoffwechsel | einseitige Ernährung, hoher Bedarf in Wachstumsphasen |
| Essentielle Fettsäuren (z.B. Omega-3/6) | Bausteine für Hautlipide | sehr fettarme Ernährung, selten Fisch/Nüsse/Samen |
Zahlen-Einordnung: NE und atopische Haut
In einer Auswertung traten bei 18% der Fälle mit nummulärem Ekzem auch Zeichen einer atopischen Dermatitis auf[3]. Das ist ein Hinweis, dass ein Teil der Betroffenen eine „atopische Hautkonstellation“ mitbringt. Dann ist die Stabilisierung der Barriere häufig wichtiger als die Suche nach einem einzelnen Nährstoff als Ursache.
Mythen-Box
Mythos: Ein Vitamin „heilt“ Ekzeme.
Ein einzelner Nährstoff kann bei manchen Menschen ein Baustein sein. Ekzeme entstehen aber typischerweise aus einem Zusammenspiel von Barriere, Entzündung und Auslösern. Wenn du zu viele Dinge gleichzeitig änderst oder hoch dosiert ausprobierst, verlierst du schnell den Überblick, was wirklich hilft.
Wie stellt der Arzt die Diagnose?
Die Diagnose eines nummulären Ekzems basiert meist auf Gespräch und Hautbefund, also Form, Verteilung und Verlauf der Herde. Weil kreisrunde Flecken auch durch Pilz oder andere Hautkrankheiten entstehen können, wird je nach Bild zusätzlich nach Auslösern gesucht und manchmal ein Pilztest oder eine weitere Untersuchung veranlasst. Hilfreich ist, wenn du Fotos und Infos zu Triggern und Pflegeprodukten mitbringst.
Kurzablauf in der Praxis
- Gespräch zu Beginn und Verlauf, Juckreiz, Schüben, neuen Produkten und möglichen Triggern
- Hautbefund: Rand, Schuppung, Nässen, Verteilung, typische Stellen
- Je nach Bild: Ausschluss anderer Ursachen, zum Beispiel durch einen Pilztest, oder weitere Diagnostik
Checkliste: Das bringst du zum Termin mit
- Fotos in gutem Licht, idealerweise vom Start und von „heute“
- Notizen: seit wann, wie schnell größer, neue Körperstellen ja/nein
- Liste neuer Produkte der letzten 4–8 Wochen (Duschgel, Creme, Waschmittel)
- Medikamente, die du aktuell einnimmst oder neu begonnen hast
- Hinweise auf Situationen, die es verschlimmern (Sport, Winter, Arbeit, Handschuhe)
Warum das Ergebnis die nächsten Schritte bestimmt
Je nachdem, ob das Bild eher ekzemtypisch ist oder ob ein Pilz ausgeschlossen werden muss, liegt der Fokus anschließend entweder stärker auf Ekzem-Management oder auf einer gezielten Anti-Pilz-Strategie.
Was hilft bei nummulärem Ekzem?
Bei einem nummulären Ekzem hilft dir meist ein Stufenprinzip: zuerst die Hautbarriere konsequent schützen und rückfetten, dann Entzündung und Juckreiz gezielt kontrollieren. Welche Creme sinnvoll ist, hängt davon ab, wie aktiv der Schub ist und ob ein Pilz ausgeschlossen wurde. Wenn du dauerhaft wiederkehrende Herde hast, kann auch die Suche nach Auslösern wie Kontaktallergien wichtig werden.
Das Prinzip zuerst: Barriere stabilisieren
Bei ekzematöser, trockener und entzündlicher Haut ist der wichtigste Hebel oft, die Barriere so zu unterstützen, dass weniger Reize eindringen. Das kann helfen, dass Schübe weniger stark „hochfahren“ und die Haut wieder planbarer wird.
Kurzer Stufenplan (Prinzipien statt Produktliste)
- Basis: konsequente rückfettende Pflege und Schutz vor Austrocknung, damit die Barriere wieder ruhiger wird.
- Wenn der Schub aktiv ist: Entzündung gezielter kontrollieren, oft mit entzündungshemmenden Cremes nach ärztlicher Vorgabe.
- Wenn Juckreiz dominiert: Juckreiz-Management und Reizschutz so gestalten, dass du aus dem Entzündungs-Juckreiz-Kreislauf rauskommst.
Was du bei unklarem Ringbild vermeiden solltest
Wenn ein Herd sehr ringförmig wirkt und sich randbetont ausbreitet, ist es sinnvoll, nicht „blind“ mit stark entzündungshemmenden Cremes zu experimentieren, weil das ein Pilzbild verschleiern kann.
Wenn es nicht besser wird: Kontaktallergie als mögliche Bremse
Bei therapieresistentem nummulärem Ekzem wurden in Studien bei 33% bis 50% der Betroffenen Allergien gefunden, die sich mit Patchtests identifizieren lassen können[4]. Die Spanne ist ein Hinweis: Wenn sich trotz sinnvoller Schritte nichts bewegt, kann es helfen, Auslöser systematischer zu prüfen, statt nur die Oberfläche zu beruhigen.
Tabelle: Schubphase und passende Maßnahmen-Kategorien
| Schubphase | Hauptziel | Passende Maßnahmen-Kategorien (ohne Dosierungen) |
|---|---|---|
| Trocken, schuppig | Barriere und Feuchtigkeit | rückfettende Pflege, milde Reinigung, Reizschutz (Kleidung, Wasser, Duftstoffe) |
| Nässt, krustet | Entzündung beruhigen, Haut schützen | hautschonende Reinigung, Schutz vor zusätzlicher Reibung, ärztlich geführte Entzündungskontrolle |
| Abheilend, empfindlich | Rückfall verhindern, Stabilität | konsequente Basispflege, Triggerarme Routine, frühes Gegensteuern bei ersten Zeichen |
Von der Regel zur Umsetzung im Alltag
Wenn du merkst, dass Trockenheit und Reizbarkeit bei dir die Haupttreiber sind, lohnt sich eine Option, die besonders konsequent auf Barriere-Stabilisierung ausgelegt ist.
Wenn dein nummuläres Ekzem vor allem von trockener, gereizter Haut getrieben ist, ist Barriere-Stabilisierung der direkte Hebel. Genau hier setzt medEctoin® von ectocare an: Der Wirkstoff stabilisiert die Hautbarriere physikalisch wie ein Schutzschild, sodass Reize schlechter eindringen und die Entzündungskaskade weniger leicht anspringt. So unterstützt du eine Routine statt ständig nur auf den nächsten Schub zu reagieren. Klinische Daten zeigen dabei eine Juckreiz-Reduktion bis 71% und eine SCORAD-Verbesserung bis 50%. Für dich heißt das: Du gibst deiner Haut eine robuste Basis, auf der weitere Schritte, falls nötig, gezielter greifen können.
Wenn die Stellen stark nässen, schmerzen, sich schnell ausbreiten oder wie ein Pilz wirken, lass das vor einer Selbstbehandlung abklären. Setze verordnete Medikamente nicht eigenständig ab.
Wie beuge ich Schüben im Alltag vor?
Schüben beugst du am besten vor, indem du Trigger reduzierst und deine Hautbarriere konsequent stabil hältst. Dazu gehören kurze, lauwarme Duschen, milde Reinigung, sofortiges Eincremen und das Meiden von Reizstoffen wie kratziger Kleidung oder stark parfümierten Produkten. Wenn du erste Trockenheit oder Juckreiz bemerkst, hilft eine frühzeitige, regelmäßige Pflegeroutine oft, dass sich die Flecken nicht weiter ausbreiten.
Routine-Plan für jeden Tag
- Dusche/Waschen: kurz und eher lauwarm, nicht „entfetten“
- Direkt danach: innerhalb weniger Minuten eincremen, besonders an typischen Problemstellen
- Tagsüber: Reibung, Duftstoffe und starkes Schwitzen möglichst abpuffern
- Abends: Pflege wiederholen, wenn die Haut spannt oder rau wird
Kleidung, Schweiß, Hände: so machst du es praktischer
Die Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) betont, dass Schweiß und grobe, raue Stoffe Juckreiz und Schübe auslösen können und dass atmungsaktive Stoffe sowie Eincremen nach notwendigem Händewaschen helfen, die Haut zu schützen[5]. Übersetzt in Alltag heißt das: lieber weiche, atmungsaktive Kleidung auf der Haut und bei Sport Schweiß nicht lange „stehen lassen“, sondern zeitnah abduschen und danach eincremen.
Mini-Tabelle: typische Situationen und Gegenmaßnahmen
| Situation | Problem | Konkrete Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Sport (30–60 Minuten) | Schweiß + Reibung | Funktionsshirt oder weiche Baumwolle, danach kurz abduschen, direkt eincremen |
| Winterluft (Heizung) | trockene Raumluft | abends konsequent rückfetten, kratzige Pullis meiden, Schlafkleidung weich wählen |
| Häufiges Händewaschen | Entfettung der Hände | milde Reinigung, nach jedem Waschen eincremen, bei Kälte Handschuhe tragen |
Umgang mit Rückfällen
Wenn du die ersten Signale bemerkst, zum Beispiel neue Trockenheit oder Juckreiz an einer typischen Stelle, lohnt es sich, die Pflegeroutine sofort wieder konsequenter zu fahren, damit sich der Herd nicht „festsetzt“.
Wann sollte ich mit Flecken zum Arzt?
Du solltest Flecken ärztlich abklären lassen, wenn sie sich schnell ausbreiten, stark schmerzen, deutlich nässen oder eitrig werden, wenn Fieber dazukommt oder wenn Augen- oder Genitalbereich betroffen sind. Auch bei unklarer Ringform, wiederkehrenden Rückfällen oder ausbleibender Besserung trotz Pflege ist eine Abklärung sinnvoll. Meist ist die Dermatologie die passende Anlaufstelle.
Ampel-Logik zur Orientierung
Grün (beobachten und Routine konsequent halten)
- einzelne, kleine Herde
- kein Fieber, kein Eiter, kein starker Schmerz
- du siehst nach einigen Tagen zumindest eine Tendenz zur Beruhigung
Gelb (zeitnah Termin vereinbaren)
- unklare Ringform oder häufiger Rückfall
- großflächigere Herde oder starke Einschränkung durch Juckreiz und Schlafprobleme
- keine spürbare Besserung trotz konsequenter Pflege über Tage bis wenige Wochen
Rot (sofort abklären lassen)
- schnelle Ausbreitung innerhalb weniger Tage
- starke Schmerzen, deutliches Nässen, Eiter oder starke Überwärmung
- Fieber
- Beteiligung von Auge, Gesicht oder Genitalbereich
- bekannte Immunsuppression oder stark geschwächte Abwehr
Was du bis zum Termin dokumentierst
- Verlauf (Startdatum, Wachstum, neue Stellen)
- Fotos bei Tageslicht
- neue Produkte, Waschmittel, Reizkontakte
- was die Haut besser oder schlechter macht (Wasser, Sport, Winter, bestimmte Kleidung)
Quellen
- https://gesund.bund.de/nummulaeres-ekzem
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK565878/
- https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ddg.15932
- https://www.aad.org/public/diseases/eczema/types/nummular-dermatitis/treatment
- https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/neurodermitis/risikofaktoren