Lidekzem – erkennen & wirksam behandeln (2026)

Milde Rötung und trockene Schuppung am Oberlid bei Lidekzem

Im ectocare-Ratgeber erfährst du, wie du ein Lidekzem schnell beruhigst und warum gerade am Augenlid ein klares, reizarmes Vorgehen am besten funktioniert, erst Auslöser stoppen, dann Entzündung und Barriere gezielt stabilisieren.

Was tun bei Lidekzem – sofort & richtig?

Bei einem Lidekzem hilft dir am meisten, sofort mögliche Auslöser zu pausieren und die Lidhaut nicht weiter zu reizen: Lass neue oder stark parfümierte Produkte weg, reibe nicht am Auge und reinige sanft. Kühle kurz bei Brennen oder Juckreiz. Wenn es rasch schlimmer wird oder wiederkehrt, plane eine zeitnahe Abklärung ein.

Damit du im Akutfall nicht zu viel auf einmal machst, hilft eine klare Trennung in „jetzt sofort“ und „heute vermeiden“. Gerade bei einem Lidekzem am Auge gilt: Weniger Schritte, dafür konsequent, sind oft wirksamer als viele neue Maßnahmen.

Jetzt sofort (erste 24 Stunden)

  • Trigger-Pause: Setze neue oder verdächtige Produkte am Lid konsequent aus, vor allem parfümierte Pflege, neue Mascara, neuer Entferner.
  • Sanft reinigen: Mit lauwarmem Wasser und so wenig Reibung wie möglich, keine Seife am Lid.
  • Kurz kühlen: 5 bis 10 Minuten mit einem kühlen, sauberen Umschlag, wenn Brennen oder Juckreiz im Vordergrund stehen.

Heute vermeiden (bis sich das Lid beruhigt)

  • Keine Produktexperimente: Teste nicht mehrere neue Produkte parallel, sonst erkennst du den Auslöser nicht.
  • Keine „Hausmittel“ am Lid: Dr. Kabbur betont, dass vermeintlich beruhigende Mittel wie Anti-Juck-Salben, Sprays oder ätherische Öle die Lidhaut zusätzlich reizen können und daher gemieden werden sollten[1].
  • Keine mechanische Reizung: Nicht rubbeln oder „wegkratzen“, auch nicht beim Abschminken.
  • Kontaktlinsen bei akuter Reizung pausieren: Wenn sich das Auge wund anfühlt oder stark tränt, ist eine Brille vorübergehend oft angenehmer als zusätzliche Reibung durch Linsen.

Woran du dich bei der Selbstpflege orientieren kannst: Wenn die Beschwerden eher mild sind, du vor allem Trockenheit, leichte Rötung und Juckreiz spürst und du einen plausiblen Auslöser gerade pausieren kannst, ist eine kurze Reizpause mit sanfter Reinigung und beruhigender Basispflege häufig ein sinnvoller erster Schritt.

Wie sieht ein Ekzem am Augenlid aus?

Infografik: Do-and-Don’t bei Lidekzem am Augenlid mit Warnhinweisen

Ein Ekzem am Augenlid erkennst du meist an geröteter, trockener und schuppender Haut, die juckt oder brennt. Häufig kommen Schwellung und ein Spannungsgefühl dazu, oft schubweise. Weil ähnliche Zeichen auch andere Ursachen haben können, hilft dir eine grobe Abgrenzung nach Verlauf und Begleitsymptomen.

Typisch sind außerdem kleine Einrisse, ein „rau“-Gefühl und manchmal ein wechselnder Verlauf, an manchen Tagen besser, an anderen wieder deutlich gereizt. Häufige Stellen sind Oberlid, Unterlid, Lidkante und die Augenwinkel.

Zur Einordnung ist vor allem die Art der Schwellung hilfreich: „Wichtig ist die Frage, ob ein dickes Lid entzündlich ist: Schwellungen können lokal oder das ganze Lid erfassen, akut oder chronisch sein, ein- oder beidseitig auftreten und sich gerötet oder verhärtet anfühlen“, so Dr. Claudia Osthoff[2]. Für dich heißt das: Beobachte, ob es einseitig oder beidseitig ist und ob es plötzlich oder eher schubweise kommt.

Typische Zeichen und häufige „Look-alikes“ (Orientierung)

Nahaufnahme von Lidekzem mit Rötung und feiner Schuppung am Augenlid
Symptom/Zeichen Typische Beschreibung am Lid Häufige Look-alikes (zur Orientierung)
Rötung flächig, eher am Ober- oder Unterlid, oft mit Trockenheit akute allergische Reaktion mit sehr rascher, deutlicher Rötung und Schwellung
Trockenheit/Schuppung feine Schuppen, „papierig“, manchmal rau Lidrandentzündung mit Schuppen/Belägen eher direkt an der Lidkante
Juckreiz/Brennen Juckreiz oft führend, Brennen bei gereizter Haut allergische Reaktion mit starkem Juckreiz und zusätzlich wässrigem Tränen
Schwellung leicht bis deutlich, Spannungsgefühl, teils morgens stärker Gerstenkorn mit klar umschriebenem, druckschmerzendem Knoten
Kleine Einrisse feine Risse in sehr trockener Lidhaut mechanische Reizung durch häufiges Abschminken oder Reiben

Die Tabelle hilft bei der ersten Orientierung, sie ersetzt keine Diagnose. Entscheidend ist, ob das Muster zu „trockener, juckender, schuppender Lidhaut“ passt und ob es schubweise wiederkommt.

Warum entsteht ein Lidekzem am Auge?

Ein Lidekzem entsteht meist, weil die sehr dünne Lidhaut auf Reize überempfindlich reagiert oder weil dein Immunsystem auf einen Kontaktstoff allergisch reagiert. Häufig sind eine atopische Veranlagung, ein allergisches Kontaktekzem oder eine irritative Dermatitis beteiligt. Auslöser sind oft Kosmetik, Duft- und Konservierungsstoffe oder Reizstoffe aus dem Alltag.

Die wichtigsten Ursachen-Kategorien kurz erklärt

  • Atopische Veranlagung (z. B. Neurodermitis): Die Hautbarriere ist anfälliger, die Lidhaut reagiert schneller mit Trockenheit und Entzündung.
  • Allergische Kontaktdermatitis: Dein Immunsystem reagiert auf einen bestimmten Stoff, oft reichen später kleinste Mengen für einen Schub.
  • Irritative Dermatitis: Ein Reizstoff schädigt die Haut direkt, zum Beispiel durch häufiges Entfernen, starkes Reiben oder „zu aktive“ Produkte.

Dass nicht jedes Ekzem am Auge automatisch eine atopische Ursache hat, zeigt auch die Ursachenverteilung: In einer Metaanalyse wurde der Anteil atopischer Formen bei Menschen mit Lidekzem auf rund 27,5% (95%-KI 17,7–38,4%) geschätzt[3]. Das ist ein relevanter Anteil, aber eben nicht „alle“. Genau deshalb ist die individuelle Trigger-Suche so wichtig.

Typische Trigger-Quellen rund ums Auge (alltagsnah)

Leichte Lidschwellung und feine Einrisse am Augenwinkel bei Lidekzem

Kontaktstoffe am Lid kommen häufig aus Bereichen, die du nicht sofort mit den Augen verbindest:

  • Kosmetik am Auge: Mascara, Eyeliner, Lidschatten, Concealer
  • Duft- und Konservierungsstoffe: in Cremes, Reinigern, Make-up, aber auch in Sprays
  • Reinigung und Entfernen: Abschminkprodukte, Tenside, starkes Reiben
  • Hände und Nägel: Nagellack, Nagellackentferner, Gel- oder Acryl-Nägel, Handcremes, dann Hand-zu-Auge-Kontakt
  • Beruf und Alltag: Reinigungsmittel, Lösungsmittel, Stäube, Aerosole

Laut Christine Bender-Leitzig, Apothekerin: „"Ein Lidekzem ist oft eine Kontaktallergie: Auslöser sind Duft-, Farb‑ oder Konservierungsstoffe in Cremes oder Kosmetika wie Wimperntusche oder Eyeliner"“[4].

Warum es „plötzlich“ auftreten kann

Ein Lidekzem kann auch dann neu beginnen, wenn du „nichts geändert“ hast. Gründe können sein: eine Sensibilisierung über Zeit, eine vorübergehend geschwächte Barriere (zum Beispiel durch trockene Luft, Stress oder zu häufiges Entfernen) oder eine Produktänderung durch den Hersteller. Auch ein Stoff, den du nur an den Händen nutzt, kann durch Berühren der Augenlider dort landen.

Wie wird ein Lidekzem abgeklärt?

Ein Lidekzem wird meist durch ein Gespräch zu Auslösern und eine Untersuchung der Lidhaut abgeklärt, häufig in der Dermatologie und bei Augenbeteiligung zusätzlich in der Augenheilkunde. Entscheidend ist, ob eine Kontaktallergie oder eine irritative Reizung dahintersteckt. Dazu wird oft eine genaue Produktliste genutzt und bei Verdacht ein Patchtest geplant.

Wer ist typischerweise die richtige Anlaufstelle?

  • Dermatologie: für Hautbild, Verlauf, Kontaktekzem-Verdacht und Allergieabklärung.
  • Augenheilkunde zusätzlich: wenn das Auge selbst stark mitbetroffen wirkt oder Lidrand-Themen im Vordergrund stehen.

Das wirst du typischerweise gefragt

  • Seit wann besteht das Ekzem, eher plötzlich oder schubweise?
  • Welche Produkte nutzt du am Auge und im Gesicht, und was ist neu?
  • Gibt es berufliche oder hobbybedingte Exposition (Reiniger, Stäube, Sprays)?
  • Wie oft berührst du die Augenlider, trägst du Kontaktlinsen?
  • Welche Nagelprodukte oder Handprodukte kommen infrage?

Das wird untersucht

  • Hautbild am Oberlid, Unterlid, in den Augenwinkeln
  • Muster: eher beidseitig oder einseitig, eher akut oder chronisch
  • Lidrand und Umgebung, um andere Ursachen mitzudenken

Patchtest, Produktliste und warum das so zentral ist

Beim Verdacht auf Kontaktallergie wird oft eine systematische Produktliste aufgebaut und ein Epikutantest (Patchtest) geplant. Gerade bei wiederkehrenden oder anhaltenden Verläufen ist das relevant: In einer Untersuchung hatten 151 von 203 Personen (74%) mit anhaltendem oder wiederkehrendem Lidekzem eine relevante allergische Kontaktdermatitis[5]. Das ist kein Rückschluss auf deinen Einzelfall, aber ein starkes Argument für eine strukturierte Abklärung, wenn es nicht „einfach weggeht“.

Welche Behandlung hilft bei Ekzem am Auge?

Bei einem Ekzem am Auge richtet sich die Behandlung danach, wie stark die Lidhaut entzündet ist und was es auslöst. Meist startest du mit Triggerkarenz und einer möglichst reizarmen Basispflege, die die Hautbarriere stabilisiert. Bei stärkeren Schüben kommen entzündungshemmende Therapien in Betracht, die am Auge besonders sorgfältig gewählt und begrenzt werden.

Die Grundlogik ist ein Stufendenken: erst konsequent Auslöser stoppen und die Haut beruhigen, dann je nach Schwere entzündungshemmende Optionen sinnvoll einordnen.

Grobe Einordnung nach Schweregrad (Prinzipien, keine Anwendungspläne)

Grober Schweregrad Ziel am Augenlid Typische Therapieprinzipien
Mild Reizung stoppen, Trockenheit senken Trigger-Pause, sehr reizarmes Reinigen, barrierefreundliche Basispflege, kurz kühlen bei Brennen
Moderat Entzündung gezielt dämpfen zusätzlich ärztlich geführte, entzündungshemmende Lokaltherapie für begrenzte Zeit, weiterhin Triggerkarenz und Basispflege
Stark Entzündung schnell kontrollieren, Komplikationen vermeiden eng geführte Therapieentscheidung, ggf. Kombination aus Lokaltherapie und weiterführenden Strategien bei wiederkehrenden Verläufen

Steroidfreie Optionen und andere ärztliche Möglichkeiten spielen am Lid eine besondere Rolle. In einer Studie zum Lidekzem waren sowohl Tacrolimus-Salbe als auch eine steroidbasierte Vergleichsbehandlung wirksam, und es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet; der Augeninnendruck wurde durch keine der Behandlungen offensichtlich beeinflusst[6]. Das ist kein „besser als“-Beweis, aber ein Hinweis, dass am Lid auch steroidfreie ärztliche Optionen genutzt werden und Sicherheitsaspekte wie der Augeninnendruck in Studien überhaupt mitbetrachtet werden.

Gleichzeitig ist wichtig, warum die Auswahl am Auge besonders vorsichtig ist: Die Lidhaut ist sehr dünn, die Fläche ist klein, und ungeeignete Selbstmedikation kann mehr schaden als nutzen. „Kurzzeitige Therapien mit kortisonhaltigen Cremes helfen bei akuten Schüben, reichen bei mittelschweren bis schweren Verläufen aber oft nicht aus; bei dauerhafter oder großflächiger Anwendung sollte man über eine Systemtherapie wie Biologika nachdenken“ (Prof. Margitta Worm, Charité)[7].

Wenn dein Lidekzem durch eine gereizte oder instabile Hautbarriere mitgetrieben wird, ist Barriere-Stabilisierung der direkte Hebel. Genau hier setzt medEctoin® aus der ectocare-Reihe an: Der Wirkstoff stabilisiert die Hautbarriere physikalisch und wirkt wie ein Schutzschild für die Haut, sodass Reize schlechter eindringen und die Entzündungskaskade früher ausgebremst wird. Das passt besonders zu empfindlicher Lidhaut, weil du auf ein steroidfreies Prinzip setzt. Klinische Daten zeigen eine Juckreiz-Reduktion bis 71% und eine SCORAD-Verbesserung bis 50%.

Am Auge ist Selbstmedikation besonders heikel. Wenn du starke Beschwerden hast, die Haut nässt, du schlecht siehst oder keine Besserung eintritt, lass das zeitnah ärztlich abklären.

Wie pflege ich empfindliche Augenlider richtig?

Empfindliche Augenlider pflegst du am besten mit einer reizarmen Routine: sanft reinigen, nicht rubbeln und die Haut mit einer gut verträglichen, rückfettenden Pflege schützen. Bei Juckreiz oder Brennen kann kurzes Kühlen entlasten. Alles, was die Barriere stresst, solltest du im Lidbereich konsequent weglassen.

Do/Don’t am Lid (alltagstauglich)

Do

  • Sanft reinigen, lauwarm, ohne Reiben.
  • Rückfettend pflegen, dünn und regelmäßig, damit die Lidhaut weniger „offen“ für Reize ist.
  • Kurz kühlen: 5 bis 10 Minuten, sauberes Tuch, kein Eis direkt auf die Haut.
  • Hände sauber halten und Nägel kurz, damit unbewusstes Reiben weniger Schaden macht.

Don’t

  • Nicht rubbeln, auch nicht „vorsichtig“ beim Abschminken.
  • Keine Peelings im Lidbereich, auch keine enzymatischen.
  • Keine Retinoide (Vitamin-A-Derivate) direkt am Lid.
  • Keine Säuren direkt am Lid, zum Beispiel AHA oder BHA.
  • Keine Duftstoffe oder stark parfümierte Produkte am Auge.
  • Kein häufiges Abschminken mit aggressivem Entferner, wenn die Lidhaut gerade gereizt ist.

Was ist bei Make-up & Kosmetik zu beachten?

Bei Lidekzem ist eine konsequente Kosmetik-Pause oft der schnellste Weg, um zusätzliche Reizung zu stoppen. Für den Wiedereinstieg solltest du schrittweise vorgehen und Produkte einzeln testen, statt alles gleichzeitig zu wechseln. Achte besonders auf typische Problemgruppen wie Duftstoffe, Konservierer, wasserfeste Formulierungen und aggressive Entferner.

Kosmetik-Pause und Wiedereinstieg in klaren Schritten

  • Pause: Wenn das Lid akut gerötet, trocken oder geschwollen ist, hilft es oft, alles am Auge wegzulassen, was nicht nötig ist.
  • Wiedereinstieg: Führe Produkte einzeln wieder ein, mit ein paar Tagen Abstand, damit du eine Reaktion zuordnen kannst.

Problemgruppen, die du besonders kritisch prüfen solltest

In einer Auswertung mit 215 Personen mit Lidbeteiligung gehörten unter anderem Metalle, Shellac, Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Acrylate und Tenside zu den häufigen Allergengruppen[8]. Das ist kein „du bist sicher allergisch“, aber eine gute Orientierung, welche Kategorien du beim Wiedereinstieg besonders vorsichtig behandelst.

Produktkategorie Typische Problemgruppen Wiedereinstiegsstrategie
Mascara, Eyeliner, Lidschatten Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Acrylate, Tenside 1 Produkt starten, 3 Tage beobachten, erst dann das nächste hinzufügen
Wasserfeste Produkte Acrylate, stärkere Filmbildner, oft intensivere Entferner nötig erst nutzen, wenn die Lidhaut stabil ist; Entferner so mild wie möglich wählen
Make-up-Entferner Tenside, Duftstoffe, Alkoholanteile Reibung minimieren, kurz einwirken lassen, dann sanft abnehmen
Kleber (z. B. Wimpernkleber) Acrylate bei Neigung zu Lidekzem möglichst meiden, später wenn überhaupt sehr vorsichtig testen
Pinsel, Schwämme, Tools Rückstände von Tensiden, Konservierern, Duftstoffen wöchentlich mit mildem Reiniger waschen, vollständig trocknen lassen

Hygiene und Tools

  • Pinsel und Schwämmchen: mindestens 1 mal pro Woche reinigen und komplett trocknen lassen.
  • Mascara: bei gereizten Lidern eher konsequent austauschen als „durchziehen“.
  • Kontaktlinsen: Wenn die Lider gereizt sind, ist Brille oft die bessere Übergangslösung, weil du Reibung und zusätzliche Kontaktstoffe reduzierst.

Wie lange dauert ein Lidekzem typischerweise?

Wie lange ein Lidekzem dauert, hängt stark von der Ursache und davon ab, ob der Auslöser wirklich wegfällt. Reizbedingte Formen können sich in Tagen bis wenigen Wochen beruhigen. Allergische oder atopische Verläufe können dagegen über Monate wiederkehren. Wenn du den Trigger nicht findest oder weiter reizt, verlängert sich der Verlauf oft deutlich.

Zur realistischen Einordnung hilft die Spannbreite aus Studien: In einer Studie lag die durchschnittliche Beschwerdedauer bei 16,5 Monaten, bei einer Spanne von 2 Tagen bis 8 Jahren; nach der Erstbehandlung kam es häufig zu zumindest teilweiser Besserung[9]. Das zeigt vor allem: Die Dauer ist extrem variabel und hängt stark daran, ob Auslöser konsequent vermieden werden und ob du nicht ständig neue Produkte dazunimmst.

Ursache-Typ (Orientierung) Typische Dauer (Orientierung) Häufige Verlängerer
Irritativ (Reizung) Tage bis wenige Wochen weiter Abschminken mit starkem Entferner, Reiben am Lid, „aktive“ Wirkstoffe am Auge
Allergisch (Kontakt) wiederkehrend über Wochen bis Monate Allergen bleibt unbemerkt im Alltag, mehrere Produkte gleichzeitig gewechselt
Atopisch (Veranlagung) schubweise, teils längerfristig trockene Phase, Stress, wechselnde Trigger, zu viele neue Pflegewechsel

Wann sollte ich mit Lidekzem zum Arzt?

Du solltest mit einem Lidekzem ärztlich abklären lassen, wenn starke Schmerzen auftreten, dein Sehen beeinträchtigt ist, Fieber dazukommt oder das Lid einseitig stark anschwillt oder eitert. Auch bei der ersten Episode, häufigen Rückfällen oder fehlender Besserung nach kurzer Reizpause ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll. So lässt sich die Ursache gezielt eingrenzen.

Sofort abklären

  • starke Schmerzen am Auge oder Lid
  • Sehstörung oder deutlich beeinträchtigtes Sehen
  • Fieber
  • ausgeprägte einseitige Schwellung
  • Eiter oder klarer Infektverdacht

Zeitnah Termin

  • erste Episode eines Lidekzems
  • wiederkehrende Schübe oder anhaltender Verlauf
  • keine Besserung nach kurzer Reizpause
  • Verdacht auf Kontaktallergie oder wiederkehrende Trigger aus Alltag oder Beruf

Zum Termin mitbringen

  • eine Produktliste (Pflege, Make-up, Entferner, Kontaktlinsenlösung, Nagelprodukte)
  • Fotos vom Verlauf (z. B. morgens/abends, rechter/linker Lidbereich)
  • Notizen zu zeitlichem Zusammenhang, neuen Produkten und typischen Situationen (Sport, Arbeit, Reinigung, Spraykontakt)

Quellen

  1. https://health.clevelandclinic.org/home-remedies-for-eczema
  2. https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/lidschwellung-lid-und-gesichtsoedem-lidgeschwulst-737147.html
  3. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11322306/
  4. https://www.apotheken-umschau.de/news/lidekzem-welche-ursachen-gibt-es-und-wie-kann-man-gegensteuern-1174889.html
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12399770/
  6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16680103/
  7. https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/hautkrankheiten/so-helfen-biologika-bei-neurodermitis-881273.html
  8. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8052120/
  9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27333449/

FAQ

Ist Zinksalbe bei Lidekzem am Augenlid eine gute Idee?
Welche Salbe hilft bei Lidekzem am besten?
Was hilft bei Ekzem unter dem Auge, wenn es immer wiederkommt?
Welche Kortisonsalbe nimmt man bei Augenlidekzem?
Ist ein Lidekzem ansteckend?
Kann ich mit Lidekzem Kontaktlinsen tragen oder sollte ich pausieren?
Wie reinige ich das Augenlid bei Lidekzem, ohne es weiter zu reizen?

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Johanna Wendler
Autorin

Johanna Wendler

Johanna Wendler verfügt über umfassende Expertise im Bereich Dermatologie und Hautpflege. Sie kennt die vielfältigen Reaktionsweisen der Haut auf Pflege, Ernährung und Umwelteinflüsse und besitzt fundierte Erfahrung in der Entwicklung und Bewertung von Hautpflegeprodukten. Der enge Austausch mit Fachleuten und Therapeuten prägt ihr tiefgehendes Verständnis für die Bedürfnisse unterschiedlicher Hauttypen.

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