Die meisten Betroffenen beschreiben ihn ähnlich: Kortison-Phase, Erleichterung, Absetzen, Pause. Und dann, oft schneller als erwartet, der nächste Schub.
In der Kortison-Phase beruhigt sich die Haut. Die Plaques werden flacher. Das Spannungsgefühl lässt nach. Für einige Wochen fühlt sich der Alltag wieder möglich an.
Doch dann beginnt die Pause. Die Haut sieht äußerlich besser aus, aber innerlich ist sie angreifbar. Jeder neue Auslöser, Stress, Kälte, eine Erkältung, trifft auf eine Barriere, die sich noch nicht erholt hat.
Und beim nächsten Schub wirkt dasselbe Kortison oft schwächer als beim letzten Mal.
Dermatologen nennen das Tachyphylaxie. Was beim ersten Mal in einer Woche abklingt, braucht später drei. Die Abstände zwischen stabilen Phasen werden kürzer. Der Alltag dreht sich immer enger um die Haut.
Nicht weil Betroffene etwas falsch machen. Sondern weil ein entscheidender Teil des Kreislaufs unbehandelt bleibt.