Jetzt der Teil, den ich dir wirklich erklären will.
Warum hat bisher nichts dauerhaft geholfen?
Manche Cremes fühlen sich im ersten Moment gut an.
Die Haut spannt weniger, für kurze Zeit kehrt Ruhe ein.
Aber Neurodermitis-Haut braucht mehr als ein angenehmes Gefühl nach dem Auftragen.
Denn Neurodermitis ist keine Trockenheit, die sich einfach wegcremen lässt.
Im Kern steckt eine gestörte Hautbarriere, die mit einer überaktiven Entzündung zusammenspielt.
Diese Entzündung läuft wie eine Kette ab. Ein Glied löst das nächste aus.
Solange die Kette läuft, verliert die Haut Feuchtigkeit, reagiert auf harmlose Reize über und entzündet sich immer wieder neu.
Und Kortison?
Das kann im akuten Schub ein wichtiger Teil der ärztlichen Behandlung sein.
Aber es ist das Mittel, von dem man weiß, dass es die Haut bei langer Anwendung dünner und empfindlicher machen kann.
Genau da liegt die Lücke.
Der Schub wird beruhigt. Die tieferliegende Ursache bleibt.
Deshalb drehst du dich seit Jahren im Kreis.
Die eigentliche Frage ist also nicht, wie du den nächsten Schub schneller beruhigst.
Sondern wie deine Haut nach dem Schub so unterstützt wird, dass der nächste möglichst lange fern bleibt.