Fast die gesamte Behandlung konzentriert sich auf den Schub. Cremen, wenn es juckt, Kortison auftragen, wenn es akut wird. Sobald sich die Haut beruhigt hat, hört die Behandlung meist auf und es werden höchstens normale Cremes benutzt.
Dabei kann gerade die ruhige Phase über den weiteren Verlauf mitentscheiden. In dieser Zeit kann die Barriere sich stabilisieren, sofern sie dabei unterstützt wird.
Bleibt sie sich selbst überlassen, kann sie durchlässig bleiben, und das Risiko für den nächsten Schub steigt.
Damit schließt sich ein Kreislauf, den viele Betroffene nur zu gut kennen.
Der Schub wird mit Kortison beruhigt, doch die ruhige Phase bleibt unbehandelt und die Barriere geschwächt.
Ist sie weiterhin durchlässig, können Reize wieder eindringen und die Entzündungskette erneut in Gang setzen. Dann kommt der nächste Schub.
Viele Betroffene würden Kortison gerne seltener verwenden, trauen sich aber nicht, es abzusetzen. Im akuten Schub ist es oft das Einzige, das zuverlässig hilft und ohne diese Sicherheit dazustehen, ist für die meisten keine Option.
Es geht aber gar nicht darum, im Schub auf Kortison zu verzichten, sondern um die Zeit dazwischen, in der bisher nichts passiert.