Wenn schon das Anziehen der Kleidung zur Qual wird, die Haut brennt und juckt und selbst der Schlaf keine Erholung mehr bringt, wird der Alltag zur Belastung. Eva Galik kennt diese Geschichten seit Jahren. Als Hautexpertin hat sie immer wieder dasselbe Muster beobachtet: Betroffene probieren ein Produkt nach dem anderen, lindern den Schub und stehen wenige Wochen später wieder am selben Punkt.
Der Ansatz, den Eva Galik verfolgt, kombiniert Natur mit fortschrittlicher Wissenschaft. Im Zentrum steht ein Wirkstoff, den sogenannte Extremophile bilden, "Mikroorganismen, die das Extreme lieben". Dazu später mehr im Detail. Denn vorher muss noch verstanden werden, wo viele Neurodermitis-Therapieansätze nicht zu Ende gedacht sind.
Neurodermitis verursacht quälenden Juckreiz, gerötete und schuppende Stellen, oft gut sichtbar an Händen, Armen oder im Gesicht. Doch die Belastung ist nicht nur körperlich. Soziale Unsicherheit und psychischer Druck gehören für viele zum Alltag.
Besonders in stressigen Phasen oder bei trockener Luft verschlechtert sich das Hautbild oft innerhalb von Stunden. Genau diese akuten Schübe bringen Betroffene regelmäßig an ihre Belastungsgrenze. „Den Schub zu beruhigen ist selten das Problem", sagt Eva Galik. „Das eigentliche Problem ist, dass er immer wiederkommt."
Diese Beobachtung wurde für sie zum Ausgangspunkt. Statt zu fragen, womit sich der nächste Schub schneller dämpfen lässt, stellte sie eine andere Frage: Warum gerät die Haut überhaupt immer wieder aus dem Gleichgewicht?