Jedes Mal dasselbe: kurze Erleichterung, dann der Rückfall.
Kortison beruhigte die Entzündung für ein paar Tage, dann kehrte sie zurück, oft stärker.
Die Cremes aus der Apotheke fühlten sich gut an, änderten aber nichts an der Häufigkeit der Schübe. Die Biologika-Therapie half systemisch, aber die Haut blieb, was sie war: unberechenbar.
"Kein Arzt hat mir je erklärt, warum das so ist. Man hat mir gesagt: Das ist chronisch, das müssen Sie managen. Aber gemanagt habe ich schon zwölf Jahre. Ich wollte verstehen."
Was Robert erst spät erfuhr: Die meisten Behandlungen, die er durchlaufen hatte, setzen an der Oberfläche oder im Immunsystem an, aber nicht an dem Punkt, an dem der Schub eigentlich entsteht.
Bei Psoriasis erneuern sich Hautzellen bis zu sieben Mal schneller als normal. Sie kommen unreif an der Oberfläche an und können keine dichte, funktionierende Schutzschicht bilden.
Die Hautbarriere bleibt löchrig. Kälte, Stress, Reibung, Bakterien finden leichten Durchgang, und die Entzündungskaskade beginnt von neuem.
"Die Barriere ist der Eintrittspunkt. Wenn man dort nichts tut, behandelt man immer den Schaden, nie die Ursache. Das war der Moment, in dem mir klar wurde, warum bei mir nichts nachhaltig gewirkt hat."