Kennen Sie diesen Moment? Draußen sind 20 Grad, aber Sie wählen trotzdem das langärmelige Hemd. Der kurze, prüfende Blick auf die Ellbogen im Spiegel, bevor Sie das Haus verlassen.
Rote, schuppige Areale und das ständige Verstecken unter langer Kleidung bestimmen den Alltag.
Der Weg führt viele Betroffene immer wieder von ärztlich verschriebenem Kortison über Drogerie-Cremes zu Naturheilmitteln. Doch die Erleichterung ist meist nur von kurzer Dauer: Der nächste Schub zerstört die Hoffnung oft schneller, als sie entstanden ist.
Dieser Kreislauf liegt oft nicht am fehlenden Willen der Patienten. Er liegt daran, dass die meisten Ansätze an der eigentlichen Ursache vorbeiwirken. Fettige Salben verstopfen die Poren und lassen die Haut regelrecht „verlernen“, sich selbst zu regenerieren.
Eva Galik, Forscherin und Spezialistin für chronisch entzündliche Hauterkrankungen hat Jahre damit verbracht, genau dieses Rätsel zu lösen.
Dabei stieß sie auf eine erschütternde Erkenntnis: Die herkömmliche Hautpflege behandelt Schuppenflechte oft fälschlicherweise wie eine bloße Trockenheit.
Die meisten Produkte legen ihrer Haut einen Schutzfilm von außen auf, wie Frischhaltefolie über einer Wunde. Die Oberfläche wirkt geschützt. Doch genau hier liegt der fatale Irrtum, der die Hautbarriere langfristig ruiniert.