Galik wollte keine weitere Creme entwickeln, die das Symptom behandelt.
Sie wollte an den Punkt, an dem der Schub entsteht: die Hautbarriere. Und sie wollte einen Wirkstoff finden, der dort ansetzt, ohne Abhängigkeiten zu schaffen, ohne Kortison, ohne Gewöhnungseffekte, ohne die Haut langfristig zu schwächen.
Die Antwort fand sich nicht im Labor. Sie fand sich in der Wüste.
In den Salzseen der Sahara existieren Mikroorganismen unter Bedingungen, unter denen kaum etwas überlebt. Gnadenlose UV-Strahlung. Extreme Trockenheit. Temperaturschwankungen von über 60 Grad. Das Überleben dieser Organismen beruht auf einem einzigen Schutzmolekül: Ectoin.
Ectoin zieht Wassermoleküle an und bildet einen stabilen Schutzmantel um jede einzelne Zelle. Dieser Wassermantel schützt die Zelle vor Austrocknung, vor äußerem Stress, vor dem Eindringen von Reizstoffen. Und er hilft, die Entzündungsreaktion zu dämpfen, bevor die Zelle überhaupt Alarmsignale aussendet.
"Dieser Mechanismus ist genau das, was Psoriasis-Haut braucht. Kein Ersetzen der Barriere durch eine künstliche Schicht von außen. Sondern eine Stabilisierung der Zellen, die die Barriere selbst aufbauen sollen."